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Aperitifs | Digestifs | Sours | Fizzes | Collinses | Tropical Drinks | Coladas
Non Alcohol Drinks | Pick me up's | Punches | Juleps | Daiquiris | Smooties | Biercocktails


Welche Cocktail Drinkgruppen gibt es?

American Drinks teilt man dem Volumen nach in Shortdrinks (bis zu 10 cl Inhalt) und Longdrinks (bis zu 25 cl Inhalt und mehr) ein. Es gibt eine Vielzahl an Drinkgruppen von denen viele an der Bar nicht mehr bekannt sind und auch nicht mehr gemixt werden. Es gibt natürlich auch eine Unzahl an Mixgetränken die man nicht eindeutig einer Gruppe zuordnen kann, bzw. mehreren Gruppen gleichzeitig angehören. Sinnvoll ist es, gerade im Hinblick auf den Gast, dass man sich an den traditionell wichtigen Gruppen orientiert:


Aperitifs (Before- oder Pre- Dinner Drinks):

  • Sie sind trocken, appetitanregend und alkoholstark. Sie sollen den Appetit anregen und die Zeit vor dem Essen verkürzen, keinesfalls jedoch den Hunger stillen oder die Geschmacksnerven abtöten. Beispiele: Manhattan, Martini Cocktail, Side Car, White Lady, Cynar Cocktail, Negroni, Champagnercocktails… Natürlich kann man auch "Aperitif-Spirituosen" vor dem Essen reichen wie z.B. Pernod, Cynar, Campari, Ouzo... Sie werden oft mit Soda oder Wasser aufgefüllt.


Digestifs (oder After Dinner Cocktails):

  • Das sind Cocktails welche ein Essen abschließen und oft auch als "Nightcup" dienen. Sie sind süßer und haben auch einen höheren Liköranteil. Man kann Spirituosen untereinander mischen wie z.B.: B.B. (Brandy, Portweine), Black Russian (Vodka, Kahlúa). Oder Spirituosen mit Säften etc. mischen wie z.B.: Grasshopper, Alexandra, Barbara, Grasshopper, Brandy Alexander


Sours:

  • Sie bestehen aus Zitronensaft, Zucker und Alkohol. Manchmal fügt man noch ein bisschen Orangensaft hinzu. Man kann mit fast allen Spirituosen Sours mixen, die bekanntesten sind jedoch: Amaretto Sour, Whiskey Sour, Rum Sour, Pisco Sour, Gin Sour


Fizzes:

  • Das sind geschüttelte Longdrinks, bestehend aus Basisspirituose, Zitronensaft Zucker und Soda. Die bekanntesten sind: Gin Fizz, Rum Fizz


Collinses:

  • Im Gegensatz zu den Sours und Fizzes werden diese Longdrinks, bestehend aus Basisspirituose, Zitrone, Zuckersirup, Angostura und Sodawasser, im Glas gebaut, und weisen einen höheren Sodaanteil auf. Collinses sind also verlängerte Sours. Die bekanntesten sind: Colonel Collins, Tom Collins


Tropical Drinks:

  • Das sind Longdrinks aus Fruchtsäften, Sirupen, Likören und Alkohol, zum Teil auch mit Früchten oder Limonaden. Sie werden meist in geschwungenen Gläsern mit zum Teil aufwendigen Garnituren serviert. z.B.: Caipirinha, Daiquiri, Mai Tai, Margarita, Planters Punch, Tequila Sunrise


Coladas:

  • Tropical Drinks aus: Kokosnußcréme (Cream of Coconut), Sahne, Saft und Spirituose. Bekannte Coladas: Chi Chi, Piña Colada, Swimming Pool, Mint Colada, Flying Cangaroo


Non Alcohol Drinks:

  • Das sind Mixgetränke ohne Alkohol, werden vor allem mit frischen Fruchtsäften, Sirupen und Limonaden zubereitet. Keine Bar kommt mehr ohne eine große Auswahl an alkoholfreien Drinks aus. Bekannte Drinks: Coconut Kiss, Florida, Pussy Foot


Pick me up's: (oder Hangover Drinks.)

  • Das sind scharfe und würzige Katergetränke, mit oder ohne Alkohol. Diese Drinks sollen wieder aufrichten. Diese Drinks kann man nicht nach den Ingredienzien einordnen. Bekannte Vertreter: Virgin Mary, Bloody Mary, Bullshot, Pink Gin


Punches:

  • Den berühmtesten Fruit Punch gibt es schon seit dem 17 Jahrhundert: den Planters Punch. Er existiert in einer Unmenge von Variationen. In jedem fall aber ist er ein Mixed Drink aus mehreren Fruchtsäften und Rum. Fruit Punches lassen sich mit vielen erhältlichen tropischen Fruchtsäften zubereiten und variiren. Einige Beispiele: Planters Punch, West Indien Punch, Brandy Punch


Juleps:

  • Hauptbestandteile sind Minze und Spirituosen. Die Juleps gehören zu den ältesten Mixgetränken der Welt. Angeblich kommen sie aus den Südstaaten Nordamerikas. Die wichtigste Voraussetzung für das Gelingen eines Juleps ist eine aromatische Minze. Bekannte Juleps sind: Bourbon Julep, Champagner Julep, Mojito


Daiquiris

  • Geschichte: In der Geschichte gilt ein Amerikaner als Schöpfer des Daiquiri. Aber wahrscheinlich genossen die Bewohner Cubas diesen Cocktail schon lange, bevor der amerikanische Ingenieur Jennings Cox nach Daiquiri, einer Kleinstadt an der Ostküste Cubas, kam, um in den dortigen Minen mit einer Gruppe durstiger Kameraden zu arbeiten. Die Gruppe trank nach einem harten Arbeitstag oft diesen erfrischenden Drink aus Rum und Limettensaft und Mr. Cox benannte den Cocktail nach eben dieser Stadt (manche sagen auch, es war ein Harry E. Stout). Cox's Zufallsbekanntschaft, Admiral Lucius Johnson nahm das Rezept und Unmengen von Rum zurück in die USA, wo er den Drink beim Army and Navy Club in Washington, D.C. vorstellte. Die imperialistische Vergangenheit des Daiquiris wird noch mehr durch John F. Kennedy betont. Der Daiquiri war der bevorzugte Before-Dinner-Drink des Präsidenten. Dieser Fakt brachte dem Daiquiri den Ruhm und die Popularität, die sonst nur der Martini für sich beanspruchen konnte. Der wahre Frozen Daiquiri wurde in der Floridita Bar La Florida in Havana erfunden, vermeintlich inspiriert von Ernest Hemingway. Der Drink wird im Elektromixer im sogenannten Flash-Blending-Verfahren zubereitet. Dieses Verfahren hat der Barkeeper Constante Ribalagua alias El Rey de los Coteleros (Der Cocktail-König), der in der Bar "La Florida" mixte als sie La Catedral del Daiquiri (Die Kathedrale des Daiquiris / Temple of the Daiquiri) genannte wurde, entwickelt. Dieser Titel des Herrn Ribalagua ist wohl verdient, wie David A. Embury in seinem Buch The Fine Art of Mixing Drinks, veröffentlicht 1948, beschreibt: "Seine Limetten wurden sanft zwischen seinen Fingern zerdrückt, um auch das letzte bisschen bitteres Öl aus der Schale in den Drink zu drücken; die Cocktails wurden gemixt, aber nicht zu viel gemixt.... Der eiskalte Drink wurde durch ein Sieb in das Glas gestraint, so dass nicht mal ein klitzekleines Stückchen Eis darin zu sehen war. Nicht das kleinste Detail wurde übersehen, um diese fehlerlose Perfektion des Drinks zu erschaffen." Das klassische Daiquirirezept ist ein Schnapsglas voller Rum, ein Teelöffel Zuckersirup und 3 cl Lime Juice. Lassen Sie sich nicht von der Einfachheit des Rezeptes täuschen. Zu viel Rum und der Geschmack wird zu hart; zu viel Lime und der Geschmack wird bitter und scharf; zu viel Zucker und der Daiquiri wird zu einem süßen Gele . In der Literatur wurde der Daiquiri erstmals in F. Scott Fitzgerald's "This Side of Paradise", veröffentlicht 1920, erwähnt. Der Roman ist eine gute Erinnerung daran, dass diese scheinbar harmlose Mixtur am besten mit Vorsicht zu schlürfen und zu mixen ist. Die Hauptbestandteile sind Limettensaft, Zucker und Rum. Die bekanntesten Daiquiris sind: Bacardi Cocktail, Daiquiri Natural, Ernest Hemingway Spezial, Mint Daiquiri, Frozen Daiquiri


Smooties

  • Amerikanische Erfindung. Sie bestehen aus frischen oder gefrorenen pürierten Früchten, Fruchtsäften und Eis. Zusammen bildet alles ein halbgefrorenes Fruchtmus, das anders als ein Erfrischungsgetränk auch ein gewisses haptisches Erlebnis bietet. Zusätzlich zu den Vitaminen, die ja auch in den Säften sind, enthält diese Mischung auch noch die Ballaststoffe der Früchte.


Biercocktails

  • Es geht nichts über ein schön gezapftes Glas Bier. Doch wird oft vergessen, sich dass mit dem Gerstensaft auch erfrischende und belebende Longdrinks mixen lassen. Von Mixen im eigentlichen Sinne sollten wir allerdings lieber nicht sprechen, denn natürlich wird das Bier immer ganz langsam zu den anderen Zutaten ins Glas gegeben. Biermixgetränke erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Zum einen wegen des niedrigeren Alkoholgehaltes und zum anderen weil viele, besonders jüngere Menschen, die Bitterkeit des puren Bieres nicht mögen, oder auf der Suche sind nach neuen Geschmackserlebnissen. Der bekannteste Biercocktail ist natürlich das Radler. Erfunden hat das Radler Franz Xaver Kugler im Sommer 1922. Durch den neuen Radweg zu seiner Almhütte schwanden die Biervorräte; Kugler musste improvisieren. Da er noch reichlich Limonade hatte, goss er zu gleichen Teilen Limo und dunkles Bier zusammen und verkaufte sie als Radler-Maß. Er erklärte, dieses Getränk habe er extra für die Radfahrer erfunden, damit sie nicht so schwankend nach Hause fahren müssten. Conrad Seidl weist aber in seinem Artikel "Für Radler gemixt" darauf hin, dass Mischungen aus Bier und Limonade unter der Bezeichnung "Shandy" bereits im späten 19. Jahrhundert in England populär gewesen sind. Die berühmtesten Biercocktails sind: Radler, Colaweizen, Diesel, Benzin, Herrengedeck, Berliner Weiße mit Schuß, Green Wave, Lager Lime



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